NEUE MASCHINERIE

In meiner Malerei begeistere ich mich für zwei, auf dem ersten Blick vollkommen unterschiedliche Themen: freie und abstrakte Experimentierungen mit schwarz-weiß Techniken und figurativen Darstellungen von mechanischen Systemen bzw. Maschinen. In meinen Werken mische ich diese zwei Welten zusammen. Die geometrische Gleichmäßigkeit der Rohre und Maschinen wird durch die abstrakte grafische Maltechnik unterbrochen. Sie entstanden mit Tusche, Kohle und Pitt und/oder Gelschreiber.

BÜRSTENFABRIK | 2017 | Tusche, Kohle, Pitt | Papier | 74 x 38 cm

VOR DEM SCHLAFEN GEHEN | 2017 | Tusche, Kohle, Pitt | Papier | 74 x 38 cm

Inspirationsquelle meiner Zeichnungen sind verschiedenste unterwegs aufgegriffene Momente und einzelne Einblicke: respektive von Menschenhand gebaute mechanische Teile, alltägliche Gebrauchsgegenstände, architektonische Details. Ich fotografiere oder skizziere diese schnell auf das Papier und komponiere neue fiktive Systeme.

Die ehemalige Ingolstädter Bürstenfabrik hat für mich ein neues Ausstellungsprojekt ins Leben gerufen – VERGANGENE EPOCHEN – bei dem ich stillgelegte Fabriken aufsuche und auf meine Art und Weise verewige. Artikel | Donaukurier | Johannes Hauser

Meine Themen stelle ich oftmals in Serien dar. Meine Serie – CANAL GRANDE – war die erste mit dieser Technik gemalte Bilderreihe. Die friesartigen Gemälde passen seitlich immer zusammen und bilden damit ein “unendliches” Rohrsystem. Auch in Diesen finden sich gesammelte Stücke aus der Bürstenfabrik wider.

CANAL GRANDE IV. | 2016 | Tusche, Kohle, Pitt | Papier | 80 x 16 cm | inkl. Rahmen 100 x 50 cm

CANAL GRANDE II. | 2016 | Tusche, Kohle, Pitt | Papier | 80 x 16 cm | inkl. Rahmen 100 x 50 cm

CANAL GRANDE III. | 2016 | Tusche, Kohle, Pitt | Papier | 80 x 16 cm | inkl. Rahmen 100 x 50 cm

Mir gefallen konstruierte Linien und Muster. Der durch sie entstehende starke Kontrast von Licht und Schatten ist der Schwerpunkt meiner Bilder. Die Kompositionsmöglichkeiten sind trotz genau gegebenen Formen, unendlich variierbar. Die genaue Benennung des dargestellten Bauteils ist mir nicht maßgeblich wichtig. Meine Titel reflektieren auch eher meine freie Assoziationen.

Wehrend ich meine figurativen Bilder entwickele bzw. male, experimentiere ich sehr viel mit diversen Techniken, Materialien, Tönungen, Farben. Dadurch entstehen viele meiner abstrakten Bilder. Manche bleiben als Skitze erhalten, jedoch finde ich dabei “Schätze”, dessen Aussagekraft mich packt und deren Komposition perfekt ist (Serie MINIUNIKATE) oder in denen ich etwas sehe, was ich “herausheben” möchte (WESEN, KRAFTFLUSS oder die Serien GEWEBE und NERVSYSTEME bzw. VERROSTET).